Fahrt um den Tollensesee am 2. September, knapp 50 km, sehr welliges Gelände, 6 Stunden

 

Kurz nach 9 Uhr ging es mit 20 Radlern zu der von der ADFC-Regionalgruppe Stralsund-Rügen organisierten Ganztagesfahrt. Ab Hauptbahnhof Stralsund fuhren wir mit der deutschen Bahn nach Neubrandenburg. Der Vormittag brachte bis vor und während der Bahnfahrt schon einige Schauer; uns blieb jedoch die Hoffnung, dass wir verschont bleiben könnten. Na, wie ist es, wenn Engel reisen ...?

Getreu diesem Motto spürten wir den Nieselregen in Neubrandenburg kaum und freundliches Wetter begleitete uns auf unserer landschaftlich sehr reizvollen Tour. Nach dem Tipp erfahrener Radler fuhren wir gegen den Uhrzeigersinn um den See. So wird vermieden, dass am Ende der Fahrt kräftige Anstiege bewältigt werden müssen. Danke an Jörg und Uwe, welche gemeinsam mit Hans die Tagesfahrt  akribisch vorbereitet hatten.

Die Mittagspause war für uns bereits auf dem Reiterhof "Zur Meierei" in der Nähe von Alt Rehse sehr geschmackvoll vorbereitet worden. Die Wirtsleute hatten sich viel Mühe gegeben. Es bewahrheitete sich wieder: Gegrilltes schmeckt im Freien und in angenehmer Gesellschaft besonders lecker. So konnten wir gestärkt und frohen Mutes die sehr hügelige und anstrengende Fahrt  durch die von Endmoränen geprägten Wälder fortsetzen.

Am südlichen Seeenende besichtigten wir in Prillwitz eine kleine Insel in der Lieps, einem kleinen Nebensee vom Tollensesee. Die weißen, kotverätzten Bäume waren auch in der Ferne deutlich erkennbar. Gleich  in der Nähe liegt in etwa 3 km Entfernung das Schloß Hohenzieritz. Königinnen Luise-Fans werden sofort aufhorchen: Das ist doch das Schloß der bekannten preußischen Königin, der wohl berühmtesten Landestochter. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, diesem Schloß unsere Aufwartung zu machen. VERSPROCHEN:  Bei der nächsten Tour planen wir auch diesen ein- sogar mit Führung.

Im bekannten Hotel Bornmühle genossen wir den herrlichen Blick auf den See, so häufig hatten wir ihn auf der Westseite durch den dichten Baumbestand gar nicht sehen können  und konnten uns von den Konditorkünsten des Hotelpersonals überzeugen. Auf der Ostseite sollte es aber nun mit der Sicht auf den See  besser werden. Durch den bekannten Urlauberort Klein Nemerow ging es die letzten Kilometer fast ständig auf Seehöhe zu unserem nächsten Ziel, dem Neubrandenburger Bahnhof.

Die Fahrt hat allen Teilnehmern gut gefallen. Die liebliche Landschaft und das sehr gute, meist sonnige Wetter hatten sicher ebenso dazu beigetragen wie die sehr gute Vorbereitung des Tagesausflugest durch Hans, Jörg und Uwe. Viele Mitfahrer waren aber auch froh, es geschafft zu haben und freuten sich auf die Entspannung zu Hause.