Strelasundtour am 17. Juni 2017;  75 Kilometer, ca. 9 Stunden

 

Um 9 Uhr trafen sich 17 Radsportinteressierte am Mühlencenter in Stralsundum gemeinsam eine Strelasundrunde zu radeln. Der Chef der ADFC Regionalgruppe Walter Günther hat wieder die tourleitung übernommen, da der Tourenverantwortliche Reinhard Klette noch krank ist. Im vergangenen Sommer hat die Gruppe diese Runde schon einmal gedreht; allerdings dabei mehr als fünf Reifenpannen zu verkraften gehabt. so lag eine gewisse Spannung in der Luft, was wird es dieses Mal werden ...

Durch das Stralsunder zentrum ging es schnell zum alten Rügendamm und unter dem Bahndamm auf Höhe Altefähr nach rechts zum separaten Radweg direkt am Strelasund mit herrlichem Blick auf die beiden Brücken, auf Stralsund und auf die kleine Insel Dänholm. Vorbei an der beliebten Ausflugsgaststätte Gralefähr, die leckere und frische Fischgerichte anbietet, geht es wieder zurück in Richtung der Landstrasse, diese wird überquert um dann auf separatem Radweg auf einem ehemaligen Bahndamm bis Güstelitz sehr entspanntes Fahren ermöglicht. Auf einem kleinen "Hügel" kurz vor Gristow empfiehlt es sich wegen des wundervollen Blicks auf Stralsund, eine Rast einzulegen.

Über Sissow führt der separate Radweg an Sissow vorbei bis Venzvitz. Hier geht es geruhsam auf einer wenig befahrenen Landstrasse über Glutzow Siedlung nach Üselitz. Auf einer kleinen Insel in der Mellnitz-Üselitzer Wiek steht das im Renaissancestil errichtete ehemalige Gutshaus, welches noch in diesem Jahr vollständig restauriert sein wird.

Der sich daran anschließende See beherbergt eine Vielzahl von Wasservögeln von Kormoranen über Tausende Wildgänse und lädt auch so zu einer Rast ein. Vorbei an einem großen Stauwerk, welches diese Wiek von der Puddeminer Wiek trennt geht es durch Mellnitz zum kleinen Puddeminer Hafen. Ein straßenbegleitender Radweg ermöglicht entspanntes Fahren bis zur Glewitzer Fähre. Vorher lohnt es sich den Losentitzer Gutspark einen Besuch abzustatten, verwöhnt er doch den Besucher mit einer Reihe von dendrologischen Besonderheiten. Der Fahrradgruppe wurden von der Radlerfreundin Heide Michaelis viele dieser Besonderheiten vorgestellt, wie z.B. eine Linde, die durch ihr reiches Astwerk, das bis zum Boden ragt, einen Dom bildet oder eine Hainbuche, die an jedem Zweig zusätzlich zu den "eigenen"  Blättern noch eichenertige Blätter ausweist.  

 

 

Auf einem Radweg ging es weiter nach Glewitz und nach einer kleinen Pause mit der Fähre über den Strelasund; knapp die Hälfte der Runde waren geschafft und eine interessante Schiffsfahrt stand vor uns.

Im Hafen Stahlbrode angekommen stärkten sich alle bei den bekannten Fischerständen. Auf einem separaten Radweg ging es weiter über Reinberg nach Reinkenhagen. Ab Reinkenhagen ging es auf Landstraßen bis Hildebrandshagen und Wittenhagen. In der Dorfmitte führt rechts abbiegend ein neuer Plattenweg nach Elmenhorst. Von Elmenhorst geht es wieder über wenig befahrene Landstraßen über Zarrendorf und Wendorf zu Stralsunds Stadtgrenze auf der Höhe des Voigdehäger Weges. Ein wiederum ereignisreicher Tag ging nach ca. 75 Kilometern in vertrauter Runde und dieses Mal ohne eine Panne zu Ende.

 

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 Im Folgenden werden die Ganztagstouren aus dem Jahr       2016      beschrieben :

 

08.10.2016 Süd-West-Rügen-Tour

 

Trotz ungünstiger Wetterprognosen und inzwischen stark gesunkener Temperaturen trafen sich am Mühlencenter 12 Radler um für das Jahr 2016 die letzte geführte Tour gemeinsam zu erleben. Neben den Teilnehmern, die sich bereits mehrfach in dieser Runde trafen, fanden sich auch zwei neue Radsportinteressierte um 10 Uhr am Treffpunkt ein. Am alten Rügendamm stieß noch Sportfreund Erhard Hrdina zu unserer Radlertruppe.

 

In der etwas kleineren Gruppe überquerten wir den Alten Rügendamm auf dem separaten Radweg und fuhren zum Hafen von Altefähr. Dort genossen wir den schönen Ausblick auf unsere Heimatstadt Stralsund. In Richtung Bessiner Haken fuhren wir danach unterhalb des Kurparkes von Altefähr, vorbei am Klettergarten bis zum Uferweg, dessen asphaltierter Belag in den vergangenen Jahrzehnten unter den Witterungseinflüssen schon erheblich gelitten hat. Trotz der immer wieder herrlichen Ausblicke auf den Strelasund mussten wir uns deshalb sehr auf unseren Weg konzentrieren.

Nachdem wir den Uferweg bei leichtem Regen und Wind in Richtung Kubitzer Bodden weiter verfolgt hatten, kamen wir nach Bessin und besuchten in diesem kleinen Ort die kleine, wunderschöne Kapelle. Im Gutshaus Grabitz waren die Tische bereits für uns dreizehn Gäste eingedeckt. Pünktlich zu unserem Mittagessen vertrieb die Sonne die Wolken, was uns spaßen lies: Wenn wir mit dem Essen fertig sein werden, beginnt wieder der Regen.

So war es auch fast. Der Regen setzte nicht sofort ein, sondern erst kurz vor Rambin. Dort besuchten wir  das Kloster St. Jürgens, welches im Auftrag eines Stralsunder Ratsherren 1324 zunächst als Hospital für an Lepra erkrankte Hansestädter gegründet wurde. Vor der Rückfahrt nach Stralsund besuchten wir noch den Rügenmarkt in Rambin, welcher an diesem Wochenende ein Hausfest für seine Gäste vorbereitet hatte.

Bedingt durch die etwas kürzere Tour waren wir dieses Mal bereits etwas eher wieder zu Hause, kurz vor 16 Uhr.


10.09.2016  Kranichtour

 

Wenn man an Leser denkt, denen diese Auswertungen in den nächsten Jahren mal in die Hände geraten sollten, möchte man kaum schreiben: Bei wieder einmal hochsommerlichen Temperaturen ( es war aber wirklich so ) trafen sich 25 Freizeitradler am Mühlencenter in Stralsund.

Dieses Mal hatten wir sogar einen Gast aus Grimmen, Herrn Rüdiger Strohmeyer, den Bruder des seit vielen Jahren bekannten Ausdauerläufers. Neben vielen  Radlern, welche schon an den Samstagtouren teilgenommen hatten, schlossen sich auch einige neue Interessierte an. Besonders in Erinnerung (die anderen "Neuen" mögen das entschuldigen) bleibt Thomas Brand, der als Akteur der bekannten Stralsunder Schauspielgruppe "Die Eckigen" immer wieder auf die nächsten Vorstellungen dieser Gruppe im November hinwies und uns spontan manchmal Textstellen vortrug.

Auf dem, die Bundesstraße B 105 begleitenden, Radweg gelangten wir schnell bis nach Kummerow Heide, wo wir die erste Rast einlegten. Galt es sich doch bei allen zu erkundigen, ob das Tempo für alle passt. Wir erhielten ebenso weitere Hinweise zum geplanten Ablauf.

 

Klaus-Dieter Ross schlug während der Pause vor, den bekannten Radlerrast in " Bettis Schänke " in Zühlendorf zu besuchen. Wir fanden das alle gut:

Über den Hafen Zühlendorf fuhren wir auf dem Radweg entlang der Grabow in Richtung Klausdorf begleitet von zahlreichen Schwänen, Enten und weiteren Wasservögeln. Kraniche waren am Himmel wenige zu sehen, da sie wahrscheinlich auf den  Feldern Nahrung aufnahmen. An einem Kanal sahen wir wenige Meter von uns entfernt einen Fischreiher, in seinem majestätischem Auftraten immer ein besonderer Anblick. Da in der Nähe des KRANORAMAS keine PKW`s parkten, sind wir weiter auf dem Radweg geblieben. 

Wir hatten für 14:00 Uhr im "Kranichblick" in Klausdorf, eine Mittagspause eingeplant. Da der Stopp bei "Betti`s Schänke" nicht vorgesehen war, mussten  wir den Ablauf etwas verändern. Den Besuch in Zarrenzin sowie Bahrhöft hatten wir auf Nachmittag verschoben.  

Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir weiter am Sund entlang über den Hafen von Sölkendorf bis zur Wüstung Zarrenzin. Dort berichtete uns Frau Edith Kassube vom Leben auf diesem ehemaligen Gutshof. Danach ging es weiter an der Grabow entlang bis zum Aussichtsturm am Kliffufer von Barhöft und zur Nationalparkausstellung.

Auf dem Rückweg von Barhöft nahmen wir den küstennahen und naturbelassenen  Weg links von der Landesstraße. Alle bewältigten den durch einen Buchenwald verlaufenden schmalen Radweg sehr gut. Baumwurzeln und kurze, steile Anstiege forderten von uns volle Konzentration ab. So ging wieder einmal ein ereignisreicher Tag zu Ende. Kraniche haben wir  nicht viele gesehen. Da  alle Teilnehmer, die das erste Mal  teilgenommen hatten,  sich für die Jahresabschlussfahrt am 08.10.2016 angemeldet hatten, kann das als ein gutes Zeichen gewertet werden, dass diese Art der geführten Fahrradtouren ankommt !

 


Lyonel-Feininger-Radweg auf Usedom

 

Am Samstag, dem 03. September 2016 , freuten sich 22  Freizeitradler auf die erste Tour nach Usedom, deshalb war der Treffpunkt 7:00 Uhr auf dem Bahnhof in Stralsund. Unser adfc-Landeschef, Steffen Burkhardt, wollte in Jeeser zusteigen und Regina Lade in Ückeritz. Jörg Marek hatte leider bei der Anreise von Neu Lassentin aus Pech: Einen Platten, der nicht so schnell zu beheben war. Kurze Frage an seine Frau Gisela: " Willst du mitfahren, bei mir klappt es nicht. Wenn du willst, fahre gerne mit". Da beide richtig Lust auf die Feininger-Entdeckung hatten, konnte leider dieses Mal nur Gisela mit. Pech, aber auch Kompliment für die Entscheidung. "Pünktlich" 7:04 Uhr war auch der Chef, Reinhard Klette da; aber nicht, wie Sie denken könnten...  Die Schranken des Bahnüberganges waren hoch! Kurze Begrüßung, Teilnehmerzahl feststellen, jeder kaufte selbst seine Karte incl. Fahrradkarte. Die Mitnahme der Fahrräder sollte kein Problem darstellen, denn Herr Klette hatte am Montag telefonisch bei der UBB in Heringsdorf für 7:21 Uhr 17 Fahrräder für die Hintour und ab 16 Uhr Swinoujscie für die Rückfahrt bestellt.

Das sieht ja  gut auf dem Foto aus. Alles geschafft, ... scheint so; was ging dem aber voraus? Die Zugbegleiterin, wie wurde auf dem ersten Streckenabschnitt von der Deutschen Bahn  eingesetzt,  wusste nichts von der Fahrradreservierung. "Ich kann nicht alle mitnehmen! Von wegen Reservierung; mir ist nichts bekannt. Alle nehmen die Satteltaschen runter, vielleicht klappt es dann. Drei d u r f t e n  nach Überwindung von viel Widerstand in das normale Abteil mit den Rädern. Das fängt ja gut an. Wir wurden angewiesen, zu verhindern, dass auch nur ein Fahrrad später noch mitgenommen wird, außer Steffen in Jeeser und Regina in Ückeritz.  Die Aufgabe wurde gleich an eine Jugendliche (Foto vorne links ) übertragen, welche unserer Bitte gerne nachkam und auch gleich resolut für Ordnung sorgte.

 

Es kehrte schnell Ruhe ein. Da sich die meisten von vorherigen Touren kannten, ging auch schnell das Schnattern, Lesen, Kartenspielen los. Auf dem Laptop oder profan auf Zetteln wurden vergangene Fahrten besprochen oder sich anhand eines Künstlerkataloges von Rainer Herold  auf den Galeriebesuch in Pütte für den nächsten Mittwoch zum Feierabendradeln eingestellt. Manche haben sogar einen/mehrere Könige ermittelt, ja Könige ... :

   

Was erwartete uns heute? Einerseits  ca. 60 km auf einer flachen Insel fahren und auf den Spuren eines Klassikers der modernen Kunst, Lyonel Feininger, wandeln. L. Feininger ist "nebenbei" noch begeisterter Fahrradfahrer, sein CLEVELAND - Rad gehört zu den berühmtesten Oldies, mit ihm soll er etwa 10.00 Kilometer pro Jahr gefahren sein, die ersten übrigens noch auf Holzfelgen ...  Wer hat die Jahreskilometerleistung ermittelt ? Und das  noch auf den damaligen Wegen ...?

Fragen über Fragen ..

Eines scheint klar:  Als Veranstalter hat sich Reinhard Klette auf diesen Rundweg eingestellt, er weiß wo er mit uns langfahren will; gelingt uns das aber auch ?

In einer kurzen Einweisung wurde uns erläutert, dass es einen langen Rundweg mit ca. 40 km in der Nähe der Ostseeküste und einen kürzeren von 16 km westlich des Ortes Benz gibt.

Im Sommer 1908 besuchte L. Feininger das erste Mal Heringsdorf auf der Insel Usedom, nachdem er bereits nach 1890 mehrfach auf Rügen Urlaub machte und malte. Nach seiner Geburt 1871 in New York kam er 1888 nach Hamburg und Berlin zum Kunststudium und begann seine künstlerische Tätigkeit in einer Satirezeitschrift.

 

Pünktlich um 9:52 Uhr kamen wir in Swinoujscie an. Es ging gleich los in Richtung Kamminke am Oderhaff. Nachdem Regina Lade es in Ückeritz nicht geschafft hatte, mit dem Rad in den Zug zuzusteigen, wollten wir sie gegen 10:30 Uhr am Hafen von Kamminke begrüßen. Wir schauten uns in  diesem kleinen Fischerdörfchen um und setzten unsere Fahrt mit dem Erwandern eines steileren Hügels fort, der durch das Dorf auf eine Anhöhe mit vielen Bungalows und einem Campingplatz führte. Der Weg führte vorbei am Golm, dem höchsten Berg der Insel Usedom. Auf einem Ehrenfriedhof wird hier der zehntausenden Opfer von Bombenangriffen der Alliierten im März 1945 gedacht. Für einen Besuch reichte  die Zeit leider nicht aus.

Auf der Anhöhe ging es entlang der Haffküste auf leicht hügeligen Terrain bis Garz und Zirchow. Kurz vor Zirchow unterfuhren wir  einen Viadukt, das zur ehemaligen Bahnstrecke Berlin - Swinemünde gehörte. In diesem Ort galt es den ersten Malpunkt auf dem Feiningerweg zu finden: Eine Kirche. Das war aber nicht so einfach. Wir mussten auf  einer schmalen Dorfstraße fahren, die ein Teil der Bundesstraße ist, die von Anklam über Usedom nach Swinemünde verläuft. Und das bei dichtestem Autoverkehr. Vereinzelte andere Fahrradgruppen ließen aber vermuten, dass wir auf einem bekannten Fahrradweg sind. Die in geringer Zahl vorhandenen Hinweisschilder entsprachen dem leider nicht. Über Ulrichshorst und Korswandt kamen wir über einen Feldweg zu einem Naturschutzgebiet am Rande des Gothensees. Der Ort Gothen war ebenfalls schnell erreicht. Der zu suchende Malpunkt des Künstlers allerdings nicht. In der Ferne war ein größeres Haus zu sehen, welches das Gutshaus von Gothen sein könnte. Hier klafften aber die Realität und Feiningers Skizzen und das Gemälde weit auseinander.

Nach vielem Suchen haben wir endlich das Objekt der Begierde gefunden:  E i n en   M a l p un k t    von Lyonel Feininger vor fast 110 Jahren. Es gilt, eine kleine quadratische Fläche von ca. 25 cm Kantenlänge zu finden, auf die in der Höhe nichts hinweist ( Schild o.ä. ).

Die Brücke im Ostseebad Heringsdorf Ortsteil Neuhof hatten wir schnell gefunden. Es war auch ein willkommener Anlass zu einer Pause, gingen doch die zuweilen sehr sandigen Feld- und Waldwege kräftig in die Beine.

Nach der kleinen Pause ging es am wunderschön gelegenen Ufer des Gothensees über Dorf Bansin nach Alt Sallenthin. Zunächst über einen Kies-Feldweg; an der Straße angelangt, auf einem Radweg, der parallel zu einer Landstraße führt. Es wurde aber nicht leichter, da weiterhin unser Radweg steil bergan führt. Das heißt unser Feld streckt sich sehr weit auseinander. Auf der Hälfte des Hügels zum Krückenberg legen wir wieder eine Pause ein. Nachdem immer wieder die Mahnung kam, Mitte des Radweges frei lassen, klappt es nun besser.

Auf sehr hügeliger Strecke gelangen wir kurz nach 13 Uhr nach Benz, dem Ort auf der Insel Usedom, mit dem Lyonel Feininger künstlerisch am meisten verbunden war. So hatte er an das Pommersche Landesmuseum in Stettin seine erstes Gemälde , eine Ölmalerei der Benzer Kirche verkauft Es ist bekannt, dass er 1955, also eine Jahr vor seinem Tode in Newe York noch drei Gemälde der  Kirche in Benz anfertigte. In diesem kleinen Ort war aber auch eine wunderschöne Mühle, die es ihm angetan hatte.

Für uns hieß es aber, zunächst der Kunstgalerie einen Besuch abzustatten und in einem neuen Cafe, welches in der ehemaligen Feuerwehr geschmackvoll eingerichtet wurde, sich zu stärken. In der Galerie waren das Original CLEVELAND Rad von Feininger sowie einige Originaldrucke von ihm die Stars:

Einige Teilnehmer der Gruppe gönnten sich im Feuerwehr-Cafe eine größere Pause und nutzten das gute Snack-, Kuchen- und Getränkeangebot. Wir hatten vereinbart, 13.45 Uhr die fahrt direkt an die Ostseeküste fortzusetzen. Unsere Zeit reichte leider nicht aus, um die direkt am Achterwasser liegenden Feininger-Malorte Neppermin, Mellenthin und Balm zu besuchen. Als "Ausgleich" gingen aber vorbereitete Farbkopien von Motiven die Runde, auf denen sowohl Skizzen als auch Gemälde abgebildet waren.

Und immer wieder fotografieren, fotografieren, fotografieren ....

Nach einer Mittagspause von einer knappen Stunde hieß es wieder zur Ostseeküste zurück zu fahren. Ab Bahnhof Swinoujscie hatten wir die Rückfahrt für 16 Uhr inclusive Fahrradmitnahme vorbestellt.

Bei der Fahrt durch Alt Sallenthin hatten wir einen weiteren Malpunkt  entdeckt, und das auch nur, weil einige einen falschen Weg nehmen wollten. Eine bessere Kennzeichnung dieser für den Feininger Rundweg so bedeutsamen Stellen wäre wirklich sinnvoll. Wir sind über Dorf Bansin zum Ostseebad Basnsin gefahren. Da zur Promenade ein Verkehrsschild das Befahren mit Fahrrädern verboten hatte, sind wir "in der zweiten Reihe" an einem malerischen See entlang bis Neuhof gekommen und haben die B 110 erneut überquert. Mehr zufällig, sind wir auf diese Weise von der anderen Seite wieder zur bekannten Eisenbahnbrücke gekommen. Das hieß aber auch, ein weiterer Umweg war nicht mehr zu vermeiden. Über Gothen kamen wir nach Heringsdorf. Der schwere Anstieg durch einen herrlichen Mischwald, der inzwischen das alte Kliff in ein kleines Mittelgebirge verwandelte, erforderte  doch bei einigen Mitradlern das Mobilisieren von Reserven. Alle haben aber auch diese Hürde prächtig genommen!

Über das Zentrum von Heringsdorf kamen wir - mit deutlicher Verspätung - auf die prachtvolle Seepromenade. Am Swinemünder Bahnhof angelangt, stellten wir fest, dass wir den Zug nun doch um eine Minute (!) verpasst hatten. So blieb noch Zeit, dass sich einige das Zentrum dieser Hafenstadt anschauten oder sich an der Swine im Hafen in einem kleinen Cafe stärkten. 

So hatte auch der Landesvorsitzende des adfc, Herr Steffen Burkhardt, die Gelegenheit, einiges zum Allgemeinen Deutschen Fahrradclub  zu erläutern und um neue Mitglieder zu  werben.

Obwohl wir für den Zug ab 17 Uhr die Fahrradmitnahme nicht vorbestellt hatten, lief die Fahrt nach Züssow unproblematisch. Das galt auch für den nächsten Zug, der uns nach Stralsund brachte.

Für alle war ein sehr erlebnisreicher tag zu Ende gegangen. Wir waren alle froh, dass kleinere "Abkürzungen" die einzigen Pannen auf unserem Tagesausflug blieben.


Radeln, Paddel und Besuch einer Wasserburg

 

Am 27. und 28. August wollten wir das Radeln mit dem Paddeln auf einem reizvollen pommerschen Fluss verbinden. Erstmalig wollten wir das Wochenende gemeinsam verbringen.

Während bei den vier vorangegangenen Touren in der Woche vor dem Start stets noch weitere Interessenten sich angemeldet hatten, trudelten leider dieses Mal nur Absagen aus unterschiedlichsten persönlichen Gründen ein. Drei Unentwegte trafen sich dennoch um 9:00 Uhr am Mühlencenter in Stralsund und begannen auf bereits bekannten Pfaden des separaten Fahrradweges nach Franzburg über Negast und Richtenberg.

 

Am Richtenberger See wurde die erste kleine Pause eingelegt und mit Fotoeinlagen gefüllt. Der beschilderte Fahrradweg nach Nehringen führte in der Nähe von Tribsees etwas südlich der Autobahn A 20 am Beginn eines größeren Waldbestandes an einem sehr interessanten und besuchenswerten Holzskulpturenpark vorbei, der von Raik Vicent, einem nicht nur in Stralsund bekannten Holzkünstler, in Zusammenarbeit mit dem Strukturförderverein Trebeltal e.V. Stremlow umgesetzt wurde.

Etwas nach 13:00 Uhr trafen wir im Jugendgästehaus "Graureiher" ein, wo uns bereits die mit Personenkraftwagen angereiste Gattin des Organisators, Frau Monika Klette, sowie der ehemalige Banknachbar aus der Zeit in der Erweiterten Oberschule in Ilmenau, Herr Roland Wegmann, erwarteten. Nachdem die Radler von ihren Erlebnissen ( so wurde der Versuch des Diebstahls eines Papierkorbes mitten im Wald durch entschiedenes Eingreifen verhindert. In Wahrheit störte er nur dem Fotografen bei seiner geeigneten Bildmotiv...) auf der Radtour berichteten, stärkten sich alle mit einer schmackhaften Gulaschsuppe für die vereinbarte Paddeltour.

 

Inzwischen war auch ein weiterer Radler in Nehringen eingetroffen, der leider einen Samstagsarbeitstermin nicht verschieben konnte. Ebenso bedauerlich war es, dass er bei der Anfahrt auf einem Kiesweg stürzte. Nach der Betreuung der Wunde hieß es nun Quartier beziehen sowie Vorbereitungen treffen für das gemeinsame Grillen. Die von den Köchinnen der Herberge vorbereiteten Salate und Fleischportionen schmeckten. Am abendlichen Lagerfeuer kamen sich alle bei  den Gesprächen näher, und es wurde  viel über die bisherigen Erlebnisse bei den Radveranstaltungen gesprochen.

Am nächsten Morgen haben wir das reichhaltige Frühstücksbuffet  genossen und den weiteren Tagesablauf besprochen. Nach dem Aufklaren unserer Zimmer bereiteten sich Monika und Roland auf die Heimfahrt mit dem PKW vor und wir Radler haben die vorgesehene Route für die Rückfahrt besprochen. Dem von Reinhard Klette unterbreiteten Vorschlag, eine sich in der Nähe von Grimmen befindliche Wasserburg zu besuchen, wurde nach kurzer Beratung zugestimmt.

Wir stellen allerdings  fest, dass keiner von uns eine Fahrradkarte mitgenommen hatte...

Es ging los in Richtung Grimmen bis Langenfelde. Dort sind wir nach links in Richtung Glewitz abgebogen. Die Tatsache des fehlenden Kartenmaterials hat uns nur einen mehrere hundert Meter Umweg eingebracht. Bäuerinnen einer Erntekolonne, die sich gerade bei einer Pause von der anstrengenden Feldarbeit erholten, wiesen uns den richtigen Weg. Wir waren in Glewitz zu früh abgebogen.

So erreichten wir die Wasserburg Turow, welche  u.a. von hohen Linden- und Kastanienbäumen umsäumt ist. Etwas später bei der umfangreichen Führung durch das Gebäude und des die Anlage umgebenden Parks erfuhren wir, dass dazu auch eine Weißtanne gehörte, die im Norden Deutschlands nur äußerst selten anzutreffen ist. Im Innenhof der dreiflügeligen Burganlage erblickten  wir zwei Damen. Unsere Nachfrage, ob wir eine Führung durch die Burg bekommen könnten, bejahte eine der Frauen. Sie stellte sich uns mit den Worten vor: "Guten Morgen, ich heiße Ines Hölzel und bin für die Dauer Ihrer Anwesenheit auf dem Gelände Ihr ´Burgfräulein´". Auf die Frage aus unserer Gruppe, wie sie es schaffen würde, in der modernen Zeit Fräulein zu bleiben, antwortete sie: " Ich muss bei allzu aufdringlichen Avancen  stets den notwendigen Abstand sichern!" Die Nachfrage, wie sie es mit den weniger

Aufdringlichen halte, kam leider keine Antwort.

So begann eine mehr als zweistündige, sehr interessante und optisch attraktive Führung; nicht nur durch die Burg, sondern auch durch die großzügige Parkanlage. Wir erfuhren, dass die Burg in ihrer Geschichte viele baulichen Veränderungen erfahren hat und dass ihre alten Fundamente wohl aus dem 12. Jahrhundert stammten. Ab dem Beginn des 15. Jahrhunderts war die Burg das Haupthaus von Conrad von Bornow. Er war der Stellvertreter des Schweriner Bischofs für den Bereich Tribsees, zu dem auch Stralsund gehörte. Weil Stralsund die kirchlichen Abgaben verringert hatte, überfiel und plünderte er die Stadt. So sprach der Schweriner Bischof den Bann über die Stadt aus, was in der Folge den in der Stadtgeschichte unrühmlich bekannten "Pfaffenbrand zu Stralsund" 1407 auslöste. Hier wurden in Stralsund drei Geistliche öffentlich verbrannt.

Bei der Führung waren wir besonders überrascht, über die aus dem frühen 19. Jahrhundert stammenden Tapetenbemalungen in der Kapelle, welche dem Zeitgeist der Romantik entsprechen und im Stile des bekannten Malers Hackert angefertigt wurden. Der barocke Fest- oder Ahnensaal beeindruckte durch seine sehenswerten Stuckdecken, welche mit Familienwappen geschmückt wurden.

Bei unserer Führung durch die Parkanlagen wurden wir von dem Weimeraner Rüden Kolja begleitet, welcher an diesem Sonntag sein vierjähriges Geburtsjubiläum mit uns beging. Er hat den Auslauf ebenso genossen wie wir. So haben wir neben den verschiedensten Bäumen besonders bewundert: Eine ca. 800 Jahre alte prächtige Eiche, jahrhundertealte Eiben sowie ein in unserer Region sehr seltener Obstbaum , ein  `snake apple`  (oder Schlangenbaum). Seine Früchte waren zwar nicht essbar, er trug aber sehr gut. Das war um so mehr erstaunlich, da sein Stamm innen völlig hohl war und "die äußere Haut" nur wenige Zentimeter dick war.

Als wir zur Burg gekommen waren, haben wir Im Burginnenhof das Angebot angenommen, bei Kaffee und weiteren angeregten Gesprächen zu entspannen. So fiel uns auch besonders der Eingangsbereich zum Innenhof auf, dessen Metallpforte von einem mit einer Glocke versehenen Türmchen umspannt ist.

Da wir noch mehr als vierzig Kilometer - ohne Umweg - vor uns hatten, setzten wir nach einem herzlichen Dankeschön unsere Rückfahrt fort. Über Wendisch-Baggendorf fuhren wir in westliche Richtung bis Kirch-Baggendorf. Hier verpassten wir die Abfahrt über die Trebel nach Vorland und bogen nach rechts in östliche Richtung ab. Auf gut befahrbaren, aber leider nicht schattigen Wegen ( wir hatten stets über 30 Grad Celsius ), ging es im landschaftlich reizvollen Tal der blinden Trebel bis Grimmen. Von hier aus sind wir  über Stoltenhagen und Wittenhagen bis Wendorf gekommen. Hier kam es zu Beginn des Voigdehäger Weges  zu einem weiteren ungeplanten Stopp. Ein gemeinschaftlich durch Frau Sigrid Anschütz und ihrem Ehemann geführter Garten mit Spielwiese und gut ausgebauter kleiner Scheune lud uns durch seine freundlichen Betreiber zu einer kleinen Trinkpause ein. Mit Freude haben wir erfahren, dass hier im dörflichen Umland von Stralsund ein sehr interessantes Nachbarschaftsprojekt zu gemeinsamer Freizeitbeschäftigung und zum Feiern einlädt.

Es ist nun erstmals ein gemeinsam verbrachtes Wochenende mit leider etwas zu geringer Beteiligung zu Ende gegangen. Unser herzlicher Dank gilt all jenen, die mit ihrer Freundlichkeit zum guten Gelingen beigetragen haben.

 


Rund um den Strelasund
mit Hindernissen

Am Samstag, dem 20.08.2016, trafen sich früh um 09:00 Uhr neunzehn erwartungsvolle Freizeitsportler, um den Strelasund von der Rügenschen Seite und vom Festland aus mit dem Fahrrad zu erkunden.
Nach einigen einführenden Worten durch mich zum Fahren im Verband gemäß § 27 StVO und zu Richtlinien des adfc zu Gruppenfahrten ging es in Richtung des alten Rügendamms los. Wir waren völlig überrascht, als uns nach wenigen Hundert Metern auf der Insel Rügen ein sportlich gekleideter Mountainbikefahrer freundlich zuwinkte. Etwas später stellte sich heraus, dass es Herr Stephan Albrecht war, der dort  auf uns wartete, um sich der Gruppe anzuschließen.
Nach kleineren Pausen erreichten wir den Fahrradweg zwischen Gustow und Sissow. Stephan Albrecht erklärte sich bereit, den Kontakt zwischen dem Schlussfahrer der Gruppe und der Spitze des Feldes zu sichern. Doch in Sissow ergab es sich, dass er selbst die Ursache für den ersten unfreiwilligen Stopp durch eine Panne an seinem Rad lieferte. Es sollte auch nicht die letzte Unterbrechung gewesen sein... Wir fuhren vorbei an dem sich in Restauration befindlichen Üselitzer Gutshaus und an Alleenbäumen, deren Äpfel uns gut mundeten Von weitem kündigte sich schon das Vogelparadies der Mellnitz-Üselitzer Wiek an. Wir erfreuten uns an diesem Vogelparadies. Zahlreiche Wildgänse, Kraniche und Kormorane sorgten für ein gewaltiges Stimmengewirr. Am Sperrwerk konnten wir kurz vor der Puddeminer Wiek eine Gesellschaft bei ihren Vorbereitungen für eine 50-Jahres Geburtstagsfeier beobachten. Eine am Ufer stehende Harfe vermittelte sofort ein Gefühl von Ruhe und Festlichkeit und wir waren innerlich ergriffen, wie manche Leute in dieser wunderschönen Natur besondere Stunden gemeinsam verbringen.
Da mit Herrn Volker Rösing vorher eine Führung im Gutspark Losentitz vereinbart war, konnten wir uns am Puddeminer Hafen nicht länger aufhalten. Herr Rösing stellte uns ausführlich die botanischen Besonderheiten des Gutsparkes vor. So sind viele Gewächse in der Baumkunde als besonders wertvoll einzustufen. Zwischen 1794 und 1811 ließ Moritz von Dycke in einem hügeligen, von einem Bach durchzogenen, Gelände auf einer Fläche von 6 Hektar mindestens 228 verschiedene Gehölzarten anpflanzen. Wir waren erfreut, dass wir von der ersten Bepflanzung beispielsweise eine ungarische Eiche, eine Flusszypresse mit Atemwurzeln, spezielle Platanenbäume sowie japanische Eiben, verschiedene Ahornarten, Schwarzerlen und Ulmen bewundern konnten. Eine Rarität stellte auch eine Hainbuche dar, welche durch Mutation oder durch Propfung (die anwesenden Experten konnten sich nicht einigen) an jedem Zweig verschiedene Blätter gleichzeitig aufwies: Blätter der eichenblättrigen sowie der gemeinen Weißbuche. Besonders beeindruckend war für uns auch eine ca. 30 Meter hohe Linde, deren unterste Zweigreihen knapp 10 Meter nach unten gewachsen sind und einen fast lichtundurchlässigen Dom gebildet haben, der einen Schutzsuchenden selbst vor Starkregen stundenlang vor Nässe bewahren kann.
Nach 1990 wechselte die denkmalgeschützte Anlage mehrfach die Besitzer. Ein Eigentümer ging in Konkurs so fiel das Anwesen in einen mehrjährigen Dornröschenschlaf. Im Jahre 2009 fand sich ein neuer Besitzer, der den Gutspark behutsam wiederherstellt und das Gebäude denkmalgerecht saniert. Bei einem Besuch von Räumen in der unteren Etage des Gutshauses wurde der Eindruck vertieft, dass der neue Besitzer mit ortsansässigen Firmen eine enorme Aufbauarbeit geleistet hat und so zum Erhalt eines wichtigen rügenschen Kleinodes maßgeblich beiträgt.
Bis 1767 war übrigens das Gut Losentitz im Besitz der Familie des ehemaligen schwedischen Generalgouverneurs für Pommern, Axel Graf von Löwen. Er verfasste 1761 ein Testament, mit dem er Stralsund, „dieser guten Stadt“ seine gesammelten bibliophilen Kostbarkeiten, Gemälde, Grafiken und besondere Sammlerstücke übergab; ganz zum Ärger der adligen Familie seines Erblassers. Ursprünglich wurde diese großartige Sammlung im Stralsunder Rathaus gezeigt und daran erinnert auch heute noch der Löwensche Saal im Rathaus, in dem u. a. die Stralsunder Bürgerschaft vorwiegend ihre Sitzungen durchführt.
Nach einer kleinen Mittagspause im Losentitzer Restaurant "Casarte" radelten wir weiter zur Glewitzer Fähre, wo das Schiff schon zur Überfahrt bereit stand. Nach der Ankunft auf dem Festland ging es vorbei am wunderschön am Strelasund gelegenen Campingplatz von Stahlbrode, durch Baumalleen hindurch, weiter in Richtung Kormorankolonie in Niederhof. Doch plötzlich versperrten uns mehrere Bäume den Fahrradweg. Mit teils artistischen Einlagen beim Überqueren der Baumstämme und mit der aktiven Hilfe der Radler aus unserer Gruppe konnte die Fahrt fortgesetzt werden. In einer Wiesensenke sahen wir am Mühlbach ein Denkmal, welches  die Fischereigrenze zwischen Stralsund und Greifswald markieren soll.
Der weitere Weg war trocken und relativ gut befahrbar. So erreichten wir schnell die größte Kormorankolonie Mitteleuropas. Vorbei am Gästehaus Niederhof radelten wir zum Jüdischen Friedhof, der am Rande eines slawischen Burgwalles liegt. Er ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof an der Ostseeküste und wurde von der seit 1765 in Stralsund bestehenden jüdischen Gemeinde gegründet. Diese durfte in Stralsund keinen Begräbnisplatz anlegen und war deshalb gezwungen, ihre Toten außerhalb der Stadttore zu beerdigen.
Zum Kaffee und Kuchen wurden wir danach bereits von Frau Hanne Bräuer im "Bär"sonderen Haus erwartet. Die Chefin hatte uns mit selbst gebackenen Torten verwöhnt. Wir konnten uns nicht einigen, welche der vier Torten die beste war (Mohn-, Blaubeer-, Stachelbeer-Baiser- oder Quarkktorte standen zur Auswahl). Alle waren lecker!
Wir hatten hier Gelegenheit, erste Gedanken zur Fahrradtour auszutauschen und uns für die restlichen knapp 20 Kilometer zu stärken. Auf dem Rückweg mieden wir bewusst den Kopfsteinpflasterweg an der alten B 96 und fuhren über Wüstenfelde, Ahrendsee und Zarrendorf bis zum Mühlencenter zurück. Der etwa 250 Meter lange Sandweg bis zum Ortseingang Zarrendorf hatte noch einmal unsere ganze Konzentration abgerufen.
So neigte sich wieder ein sehr ereignisreicher, informativer und fordernder Fahrradtag für Alt und Jung seinem Ende zu.


Drei-Seen-Tour
Freizeitradler auf Entdeckerkurs am 16. Juli 2016

In der Hoffnung auf einen Tag ohne Regen trafen sich 26 Neugierige zur dritten geführten Radwanderung. Neben einigen vertrauten Gesichtern konnten aber auch ein paar neue Freizeitradler begrüßt werden.
Entlang der B 105 fuhren wir zunächst bis zum Abzweig hinter dem Gewerbegebiet und zum „Dörphus“  in Langendorf. Nach einer kurzen Besichtigung dieser großzügig eingerichteten Dorfbegegnungsstätte ging es zum Pütter See. Der Rastplatz oberhalb des Sees und die Badestelle von Pütte boten herrliche Sichten auf den See und dessen Insel, die bereits vor mehr als 1000 Jahren von slawischen Siedlern bewohnt war.
Höhepunkt unserer Tour sollten der seit mehr als 40 Jahren unbewohnte Ort Gehag, das Rittergut Pachelbel-Gehag und der neue See werden. Neben dem Betriebseigentümer, Herrn Torsten Lass, sowie seinem leitenden  Verwaltungsangestellten, Herrn Falk Schmiedgen, wurden wir von Herrn Klaus Schröder begrüßt. Herr Schröder war nicht nur bis 1969 einer der letzten Bewohner des Gehager Jagdschlosses, sondern auch der Leiter des Ausbildungbereiches des Volkseigenen Gutes in Gehag. Neben viel Wissenswerten zur ehemaligen Besitzerfamilie Pachelbel-Gehag, über die Landwirtschaft früher und heute mussten wir über so manche Anekdote herzlich lachen. Viele persönliche Erinnerungen nicht nur von Ortsansässigen in unserer Fahrerrunde, sondern auch von einem ehemaligen Flüchtlingskind, das in den Wiesen und Wäldern nahe der Barthe seine Kindheit nach 1945 verbrachte, ließen die knapp zwei Stunden zu einem bleibenden, emotionalen Erlebnis werden - erlebte Geschichte eben. Wir verabschiedeten uns mit einem herzlichen Dankeschön an unsere Gastgeber, die uns zu einem Mittagessen eingeladen hatten.
Der anschließende Besuch der Ruinen des ehemaligen Rittergutes und die Gespräche mit den Zeitzeugen vertieften bei uns die zuvor gewonnenen Eindrücke. Wir fuhren weiter auf Feldwegen, die beiderseits von Baumalleen begrenzt waren, in den Gehager Forst. Dort entdeckten wir den See, der in fast keiner Karte verzeichnet ist, weil er erst vor etwa zwei Jahren vom Landwirtschaftsbetrieb Lass renaturiert wurde. Der Weg vom Penniner Forsthaus direkt nach Nienhagen war an diesem Tag nur schwer befahrbar, deshalb entschlossen wir uns zu einem Umweg.
Im ehemaligen Klosterpark Endingen lernten wir viel Neues über unsere heimischen Bäume. So erfuhren wir beispielsweise, dass die Hainbuche gar keine Buche ist.
Über den Stern, einem bekannten Wegekreuz, fuhren wir weiter auf einer ehemaligen mittelalterlichen Versorgungsstraße. Im Kulturtreff Richtenberg e.V. gab es bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem viel zu besprechen und neue Ideen wurden geboren.


Radler auf Paddeltour am 30.06.2016

 

Trotz ungewisser Wetteraussichten und der angekündigten 80 km Radtour fanden sich sieben Radfahrfreunde zur Tour nach Tribsees an der Schrammschen Mühle in Stralsund ein.

Pünktlich um 10:00 Uhr ging es auf dem Fahrradweg in Richtung Richtenberg. Nach kleineren Pausen am EDEKA-Markt  und am Utkiek an den Hellbergen in Franzburg trafen wir gegen 11:45 Uhr am Bollwerk der Trebel in Tribsees ein.

Beim planmäßigen Eintreffen an der "Booteinsatzstelle" wartete schon Herr Enno Toms vom Jugendhaus „Graureiher“ in Nehringen mit den Booten und auch mit einem Mittagessen, nämlich einer Soljanka, auf uns. Nach einer kurzen Unterweisung ging es dann los. Da bis auf zwei Tourteilnehmer noch keiner Erfahrung mit Paddelbooten hatte, waren natürlich Bedenken vorhanden. Soweit gab es aber keine unangenehmen Zwischenfälle. Es fiel zwar keiner ins Wasser, was aber nicht heißt, dass keiner nass wurde. Zum Beginn hatten wir etwas Mühe den Kurs zu halten. Durch das Ausnutzen der "Bande" auf Steuerbord und Backbord wurde natürlich eine viel längere Strecke zurückgelegt als der gerade Kurs ausgesagt hätte - jaja, die Steuermänner.

Auf der Rücktour wurde nochmal im Kulturtreff Richtenberg e.V. Rast gemacht, um sich bei Kaffee und Kuchen für die restlichen Kilometer zu stärken.
Alle Teilnehmer hatten viel Spaß. Diese Tour soll auf alle Fälle wiederholt und vielleicht regelmäßig ins Programm aufgenommen werden.


Unsere erste Fahrradtour am 04.06.2016

 

23 erwartungsvolle Radfahrer von mehreren Jugendlichen bis zum 78-jährigen Rentner trafen sich am Samstag, dem 04.06.2016, an der Schrammschen Mühle. Sie waren voller Neugier auf die von Herrn Reinhard Klette angebotene erste geführte Fahrradtour.

Die Vorbereitung war leider überschattet von einem bedauernswerten Ereignis: Zur wöchentlichen Feierabendtour des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) verletzte sich bedauerlicherweise drei Tage vorher eine Teilnehmerin bei einem Sturz ihre Schulter. Der Unfall wurde verursacht, als ein fremder Radfahrer die Gruppe überholen wollte. So war neben der Vorfreude eine Spannung zu spüren: Wird heute alles gut gehen oder begleitet uns wieder Pech?

Um es vorweg zu nehmen: Es lief alles gut! Die Gruppe bewegte sich auf den Wegen durch die Pommersche Waldlandschaft sehr umsichtig. Es konnte so die vielfältige kulturelle Umrahmung genossen werden: Der Endinger Park mit seinem reichen Baumbestand und dem vielstimmigen Vogelgezwitscher sowie der abwechslungsreichen Geschichte des Ortes werden bewegende Ereignisse bleiben. Der Besuch des Mühlengrundfestes in Franzburg, die Führung durch die Klosterkirche sowie die Erlebnisse im Kulturtreff Richtenberg e.V. reihten sich hier nahtlos ein.

In der Kirche ließ es sich der Pfarrer des Evangelischen Pfarramtes, Herr Axel Prüfer, nicht nehmen, persönlich seine Gäste über die wechselvolle Geschichte des Klosters Neukamp sowie über die umfangreichen Renovierungsarbeiten in der Klosterkirche zu informieren. So erfuhren seine Gäste, dass sich die neue Orgel vorher in der Kirche des Hamburger Gefängnisses befand. Sie wurde zwar für einen sehr lukrativen Preis von einem Euro (!) gekauft. Für den Transport sowie für den fachgerechten Aufbau der Orgel mussten aber darüber hinaus mehr als 30.000 Euro aufgebracht werden.

Vorbei am sehr schönen Richtenberger See führte uns der Weg zum Kulturtreff Richtenberg e.V.. Herr Bernd Meier gab als Leiter dieser Kultureinrichtung einen Überblick über die umfangreiche Arbeit der engagierten Vereinsmitglieder. Im Museum des Vereins gab es Sehenswertes über die Belagerung dieses Ortes durch Napoleonische Truppen im Jahre 1807 zu besichtigen. Darüber hinaus waren viele Alltagsgegenstände vergangener Jahrzehnte in der Ausstellung zu finden ( z.B. auch Wissenswertes zur wechselvollen Geschichte der "Richtenberger Sonne", einer ehemaligen Spirituosenfabrik).

Bei Kaffee und Kuchen wurden die vielfältigen Eindrücke der Tour ausgetauscht. Die einhellige Meinung: "Wir sehen uns wieder" zur nächsten Tour am 16.07.2016.